1. Haben Sie schon einmal mit Start-ups zusammengearbeitet? Mentessa?
Ja, sowohl als CEO von Ingentis als auch während meiner Zeit bei Haufe habe ich viel mit Start-ups wie z.B. zusammengearbeitet umantis, Semigator or KlaitonEs war mir stets eine Freude, meine Fähigkeiten und mein Know-how einzubringen, um Innovationen voranzutreiben und sie bei ihrer Umsetzung zu unterstützen, einschließlich der passenden organisatorischen Struktur. Ich unterstütze auch gerne Unternehmer mit Rat und Tat und begleite sie durch mitunter schwierige Phasen. Heute, neben MentessaIch unterstütze spannende Start-ups wie zum Beispiel COPETRI or Rippleworx auf ihrem Weg zur Skalierung und Internationalisierung.
2. Was hat Sie dazu bewogen, unserem Beirat beizutreten?
Tina hat mich von Anfang an mit ihrem Tatendrang und ihrer positiven, lebendigen Energie begeistert. Die Idee, Fachwissen zu identifizieren und Unternehmen mit dem echten Know-how hinter den formalen Strukturen zu verbinden und die richtigen Leute zusammenzubringen, fasziniert mich. Ich war schon immer zutiefst davon überzeugt, dass es Menschen sind, die Unternehmen erfolgreich machen.
3. Wie können erfahrene Top-Manager durch den Erfahrungsaustausch von Start-ups profitieren und umgekehrt?
Gerade von echten Unternehmern in Start-ups lerne ich persönlich immer wieder Ideen kennen, auf die etablierte und reife Organisationen nicht kommen oder die im Alltagsgeschäft wieder untergehen. Als Unternehmer finde ich es unglaublich inspirierend und anregend, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die fest an ihre Idee glauben und diese „Tag und Nacht“ leben. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich hier mit meiner Erfahrung und Kreativität einen Beitrag leisten kann, dann – und nur dann – mache ich das sehr gerne. So kann etwas entstehen und reifen, was es vorher noch nicht gab. Und es kann auch Spaß machen – was will man mehr?
4. Was sind Ihrer Meinung nach neben der zunehmenden Rolle des informellen Wissensaustauschs weitere wichtige Themen bei der Transformation der Arbeit?
Mir wird immer klarer, dass organisatorische Effektivität ein wichtiger Faktor für erfolgreiche Unternehmen sein wird. Es geht darum, die richtige Organisation und die richtigen Prozesse für die jeweiligen Aufgaben auszuwählen (seien es Routineaufgaben mit Blick auf hohe Effizienz oder Innovationsbereiche mit agiler Struktur) – und sicherzustellen, dass die richtigen Mitarbeiter den passenden Aufgaben zugewiesen werden ihnen . Dies ist eine komplexe Herausforderung, sowohl aus organisatorischer als auch aus persönlicher Sicht. Wer diese Herausforderung gut meistert, wird erfolgreicher sein und gleichzeitig zufriedenere Mitarbeiter haben.
5. Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, ihre Potenziale in der neuen Arbeitswelt zu entfalten?
Indem wir ihnen vertrauen, dass sie sich weiterentwickeln wollen (Stichwort Employability) und einen sinnvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten wollen. Damit die Mitarbeiter möglichst effektiv arbeiten können, ist es zunächst wichtig, für Transparenz zu sorgen – sowohl auf der Aufgaben-/Projektseite als auch auf der Seite der Mitarbeiterkompetenzen und Entwicklungsziele. Dann können intelligente Vermittlungskonzepte – Stichwortmarktplätze – zu einem bestmöglichen und sinnvollen Auftrag führen. Wenn es weiterhin eine offene Unternehmenskultur gibt, die es den Mitarbeitern ermöglicht, sich mit den richtigen Kollegen zu vernetzen und voneinander zu lernen, sind Sie auf dem richtigen Weg, das Potenzial Ihrer Mitarbeiter bestmöglich zu entfalten – zum eigenen Nutzen und zum Nutzen des Unternehmens.s
6. Von welchen Schlüsselkompetenzen profitieren Sie heute, über die Sie zu Beginn Ihrer Karriere noch nicht verfügten oder die Sie erst in der Arbeitswelt erlernt haben?
Erfahrung in der digitalen Transformation und insbesondere der Transformation von Geschäftsmodellen und Organisationen – mit starker Einbindung der Mitarbeiter. Was ich immer hatte und was ich hoffentlich nie verlieren werde: ein sehr hohes Maß an Neugier und ein sehr hohes Maß an positiver Energie. ????
7. Und welche Fähigkeiten werden Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren immer wichtiger?
Da die Halbwertszeit von Wissen und Know-how immer kürzer wird, stehen für mich die Lernbereitschaft und die Lernfähigkeit an erster Stelle. Emotionale Intelligenz, Belastbarkeit und proaktive Anpassungsfähigkeit sind weitere Fähigkeiten, die ich für wichtig halte, um mit der zunehmenden Innovationsgeschwindigkeit im positiven Sinne Schritt zu halten.
